C2C Fire Station | Wulf Architekten

Straubenhardt / Germany / 2022

1
1 Love 889 Visits Published

The new fire station brings together six previously independent firefighting units at one strategically located site on Langenalberstraße. The project was designed with the goal of implementing circular construction and sustainable planning in accordance with the “Cradle to Cradle” principle.


The separation and stacking of the individual functional levels and the use of the site’s sloping terrain are part of the fundamental design concept. As a result, the sealed soil surface could be minimized and, moreover, the building structure nestles harmoniously into the topography. The massive concrete plinth is cut into the slope and the north-facing facade opens to the street. Inside are the garage for the firefighting vehicles and all the facilities required for operations, as well as storage and technical areas. The open-air intermediate level has two atriums and captures the surrounding landscape. It is reached along an external ramp and serves as a parking deck as well as an area for events. Raised up above this is a wooden structure that is wrapped in a homogeneous facade of white expanded metal. It accommodates a classroom, office areas, and other shared spaces. The stacking of the different functional zones is clearly recognizable from the outside, creating a distinctive appearance that establishes a strong identity.


By using recyclable materials that are low in harmful substances and can be easily separated and reused when dismantled, the building is a valuable raw material supplier and future material resource. The new fire station, one of the first Cradle to Cradle buildings in all of Germany, is a trailblazing building whose exemplary character acts as an important stimulus for future developments.


*


Feuerwehrhaus in Straubenhardt


Der Neubau des Feuerwehrhauses führt sechs bislang eigenständige Feuerwehrabteilungen an einem strategisch günstig gelegenen Standort in der Langenalberstraße zusammen. Es handelt sich um eines der bundesweit ersten Gebäude, das nach dem Kreislaufprinzip „Cradle to Cradle“ (dt. von der Wiege zur Wiege) geplant und gebaut wurde: Die gesamte Planung basiert auf einem bewussten Umgang mit Ressourcen und dem Anspruch, dass verbaute Materialien, hauptsächlich Holz und Beton, schadstofffrei, einfach trennbar und wiederverwendbar sind.


Die Trennung und Stapelung der einzelnen Funktionsebenen sowie die Nutzung der Hanglage des Grundstücks gehören zum wesentlichen Entwurfskonzept. Dadurch konnte die versiegelte Grundfläche minimiert werden, zudem bettet sich der Baukörper harmonisch in die Topografie ein. Nach außen hin ist die Stapelung der unterschiedlichen Nutzungsbereiche klar erkennbar, was ein charakteristisches und identitätsstiftendes Erscheinungsbild erzeugt. Der in den Hang eingefügte massive Sockel öffnet sich nach Norden zur Straße. Darin befinden sich die Halle für die Löschfahrzeuge, alle für den Einsatz notwendigen Funktionen sowie Lager- und Technikflächen. Das offene Zwischengeschoss verfügt über zwei Lichthöfe und nimmt die umgebende Landschaft auf. Es ist über eine außenliegende Rampe erreichbar und dient als Parkierungsebene sowie als Aufenthaltsbereich und für Veranstaltungen. In dem darüber aufgeständerten Holzbaukörper sind ein Schulungsraum, Büroflächen und weitere Gemeinschaftsräume für die rund 230 Feuerwehrangehörigen angeordnet. Dieser wird von einer homogenen weißen Streckmetallfassade umhüllt. Hinter dem Gebäude befindet sich ein 700 qm großer Übungsplatz.


Die Intelligenz und der Nutzen des kreislauffähigen Gebäudes stecken in allen Ebenen und Details. Es wurden ausschließlich leicht recyclebare und gesunde Materialien verbaut, was auch zu einem angenehmen Raumklima führt. Insgesamt wurden 248 Materialien und 79 Bauteile in Bezug auf Materialgesundheit, sortenreine Trennbarkeit, den Energiebedarf und die CO2-Emissionen bei Herstellung und Transport durch das Umweltberatungsinstitut EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer geprüft. Die Materialien lassen sich einfach voneinander trennen und wiederverwenden. Durch den Verzicht auf Klebstoffe, Anstriche oder Putze bleiben die Materialien kreislauffähig; die Holzbauelemente sind verschraubt, nicht vernagelt oder verklebt. Die Materialien ließen sich bei einem Rückbau einfach trennen und wiederverwenden, so ist das Gebäude ein wertvolles Rohstoffdepot. Ein digitaler „Gebäuderessourcenpass“ dokumentiert die verbauten Materialien und deren chemische Zusammensetzung. Das neue Feuerwehrhaus ist ein richtungsweisendes Gebäude, das mit seinem Vorbildcharakter als wichtiger Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen wirkt.


 

1 users love this project
Comments
    comment
    user
    Enlarge image

    The new fire station brings together six previously independent firefighting units at one strategically located site on Langenalberstraße. The project was designed with the goal of implementing circular construction and sustainable planning in accordance with the “Cradle to Cradle” principle. The separation and stacking of the individual functional levels and the use of the site’s sloping terrain are part of the fundamental design concept. As a result, the sealed soil...

    Project details
    • Year 2022
    • Work started in 2019
    • Work finished in 2022
    • Client Gemeinde Straubenhardt
    • Status Completed works
    • Type Military barracks, police and fire stations
    Archilovers On Instagram
    Lovers 1 users